Präventionsprojekt an Oberschulen: „Real Talk- Knast ist kein Game“
Präventionsprojekt an Oberschulen: „Real Talk- Knast ist kein Game“
– Authentische Aufklärung für Jugendliche "Echte Geschichten über falsche Entscheidungen“
Samtgemeinde Lühe / Gemeinde Jork / Samtgemeinde Horneburg.
In den kommenden Wochen startet ein besonderes Präventionsprojekt an den Oberschulen der Samtgemeinde Lühe, der Gemeinde Jork und der Samtgemeinde Horneburg. Ziel ist es, Jugendliche frühzeitig und auf authentische Weise für die Folgen von Kriminalität zu sensibilisieren und ihnen Perspektiven für ein verantwortungsvolles Leben aufzuzeigen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht der junge Mann Cü, der aus eigener Erfahrung über seinen Weg in die Kriminalität, über Haft, Konsequenzen und die oft unterschätzten langfristigen Auswirkungen falscher Entscheidungen berichtet. Gleichzeitig zeigt er, wie ein persönlicher Wendepunkt aussehen kann und wie es möglich ist, Verantwortung zu übernehmen und das eigene Leben neu auszurichten. Moderiert wird das Projekt von Jasmin Taiebi, Rechtsanwältin und Journalistin, die die pädagogische Einbettung der Inhalte unterstützt.
„Unsere Jugendlichen sollen verstehen, dass Kriminalität vielleicht kurzfristig verlockend erscheint, langfristig aber Freiheit, Zukunftschancen, Vertrauen und soziale Beziehungen kostet“, betont Timo Gerke. „Gerade die Authentizität macht dieses Projekt so wertvoll. Cü spricht nicht aus der Theorie, sondern aus dem echten Leben.“
Die Unterrichtseinheiten setzen auf Offenheit, Ehrlichkeit und Dialog. Themen sind unter anderem:
die rechtlichen Konsequenzen von Straftaten,
die persönlichen und sozialen Folgen von Gewalt und Kriminalität,
der schwierige Weg zurück in ein geregeltes Leben,
sowie die Bedeutung von Verantwortung, Respekt und eigenen Zukunftsperspektiven.
Der Kontakt zu Cü entstand nach einem Besuch der Personality Show „Kiezlife Live“, die Jasmin Taiebi produziert und in der Cü seine Geschichte erzählt, sowie über einen privaten Austausch mit Ralf Kimmel, CDU-Ratsherr aus Horneburg. Nach einem persönlichen Kennenlernen war schnell klar, dass dieses Projekt eine große Chance für die Präventionsarbeit in der Region bietet.
Ein besonderer Dank gilt dem Lions Club Altes Land, der durch die vollständige Übernahme der Kosten die Umsetzung dieses Projektes erst möglich macht. Ohne dieses Engagement wäre die Durchführung an den Schulen in dieser Form nicht realisierbar.
„Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wichtig gesellschaftliches Engagement und Zusammenarbeit sind, wenn es um die Zukunft unserer Jugendlichen geht“, so Gerke weiter. „Der Lions Club Altes Land leistet hier einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Präventionsarbeit.“
Mit diesem Projekt soll ein klares Signal gesetzt werden: Prävention wirkt dann am besten, wenn sie glaubwürdig, lebensnah und ehrlich ist – und wenn junge Menschen spüren, wie wichtig ihre Zukunft ist.
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