Hilfe für Vertriebene aus der Ukraine: Gemeinsame Online-Informationsveranstaltung von Landkreis und Kommunen

Bereits in den ersten vier Wochen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind an die 1000 Vertriebene in den Landkreis Stade gelangt. Die Solidarität und die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sind ungebrochen groß. Private, gewerbliche und kommunale Initiativen sind aktiv. Doch es gibt auch viele Fragen. Um Wege aufzuzeigen, wie die Menschen aus der Ukraine hier vor Ort wirksam unterstützt werden können, laden der Landkreis Stade und die Kommunen für Dienstag, 5. April, 19 Uhr, zu einer gemeinsamen Online-Informationsveranstaltung ein.

Die Fahne der Ukraine neben den Fahnen des Landkreis Stade und des Landes Niedersachsen vor dem Stader Kreishaus – Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Angriffskrieges auf die Ukraine.© Landkreis Stade / Christian SchmidtAdressaten sind vor allem Ehrenamtliche, die sich in der Betreuung der Vertriebenen engagieren und jene, die überlegen, in diesem Bereich tätig zu werden. Die Videokonferenz, ausgerichtet über die Plattform Zoom, wird von Landrat Kai Seefried moderiert.

Als Leiter der Kreisverwaltung wird er die einführenden Worte sprechen, über die aktuelle Lage der Vertriebenen im Kreisgebiet, die rechtlichen Hintergründe von Aufnahme, Unterbringung und Sozialleistungen sowie das Engagement des Landkreises im Hinblick auf die Erstaufnahme und Registrierung der Menschen aus der Ukraine informieren. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen Dezernenten und Amtsleiter aus den beteiligten Bereichen der Kreisverwaltung.

Die Situation in den Hansestädten Stade und Buxtehude, unter anderem mit Blick auf die Wohnraumsituation, thematisieren die Bürgermeister Sönke Hartlef (Stade) und Katja Oldenburg-Schmidt (Buxtehude). Für die Samt- und Einheitsgemeinden spricht der Bürgermeister der Gemeinde Jork, Matthias Riel.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten die hiesigen Hilfsorganisationen leisten, etwa im Hinblick auf Spendensammlungen, erklären der Geschäftsführer des Stader Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, Uwe Lütjen, und Kreisbereitschaftsleiter Frank Burfeindt.

Der Diakonieverband der evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Buxtehude und Stade hat sich frühzeitig bereiterklärt, ein Anlaufpunkt für Vertriebene aus der Ukraine im Landkreis Stade zu sein. So wurde etwa bereits Anfang März unter der Schirmherrschaft von Regionalbischof Dr. Hans Christian Brandy ein lokales Spendenkonto eingerichtet. Was sein Team konkret tut und wie die Bürger aus dem Landkreis Stade das Wirken des Diakonieverbandes unterstützen können, berichtet der Geschäftsführer Wolfgang Drews.

Als Vertreter des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung wird Dezernent Axel Keusemann die Eingliederung der Kinder und Jugendlichen in das hiesige Schulsystem in den Blickpunkt nehmen.

Im Anschluss an die Impulsvorträge besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen und in den Austausch zu gehen.

Wer an der Online-Informationsveranstaltung teilnehmen möchte, meldet sich per E-Mail an die Adresse veranstaltungen@landkreis-stade.de – unter der Angabe seines Namens, seiner Wohnanschrift und ggf. der Organisation oder des Vereins, für den er aktiv ist. Die Zugangsdaten werden den Teilnehmern am Tag der Veranstaltung per E-Mail zugesandt.

Die Ergebnisse der Videokonferenz werden auf der Internetseite des Landkreises und über die örtlichen Medien veröffentlicht.

Fragen an die Referenten können bereits im Vorfeld der Veranstaltung per E-Mail an die genannte Adresse eingereicht werden.

Aktuelle Informationen zu den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf den Landkreis Stade finden sich auf dem Internetportal www.landkreis-stade.de/ukraine, das fortlaufend aktualisiert und ergänzt wird und inzwischen auch in ukrainischer und russischer Sprache abrufbar ist. Dort gibt es nicht nur Antworten auf Fragen zum Aufenthalts- und Leistungsrecht und die Kontaktdaten von Ansprechpartnern in den Kommunen, die Wohnraumangebote entgegennehmen. Auf dem Internetportal gibt es unter anderem auch Informationen zu Spendenmöglichkeiten, zu medizinischer Versorgung und zu Impfangeboten.