Film zum Weltfrauentag

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade, Pressegespräch am 18.02.2021

Auch zum diesjährigen Internationalen Frauentag am 8. März machen die Gleichstellungsbeauftragten der Arbeitsgemeinschaft (AG) im Landkreis Stade mit einer spannenden Aktion auf die Lage der Frauen in unserer Gesellschaft aufmerksam. In diesem Jahr greift die AG das Thema „Frauen in Kunst und Kultur“ auf und bietet hierzu zwei virtuelle Veranstaltungen an. Denn Kunst- und Kulturförderung erfolgt innerhalb eines geschlechterdiskriminierenden gesellschaftlichen Rahmens, der sich auch auf die Präsenz von Frauen und Männern in der Kunst auswirkt. Das hat insbesondere für Frauen nachteilige Effekte, die sich im Rahmen aktueller Finanzierungsdebatten zu verstärken scheint.

Denn noch immer ist auch im Kunst- und Kulturbereich die Gleichstellung lange nicht erreicht – Parallelen zu anderen Berufszweigen werden deutlich, z.B. bei der Unterrepräsentanz von Frauen in Leitungspositionen von Kultureinrichtungen, der paritätischen Besetzung von Gremien und Jurys, oder auch die immer noch oft stigmatisierte Rollenverteilung bei der Besetzung von Film- und Theaterrollen oder Drehbüchern. Auch der Gender Pay Gap macht in diesem Bereich keine Ausnahme. So verdienen auch hier Frauen in der Regel deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen, so sie denn überhaupt einen Auftrag erhalten.

Es wird sichtbar, dass auch im Kunst- und Kulturbereich noch ein weiter Weg bis zur Gleichstellung der Geschlechter und somit auch zur Chancengleichheit zu bestreiten ist. Hierauf will die Arbeitsgemeinschaft mit den Angeboten aufmerksam machen und gleichzeitig dazu aufrufen, sich weiterhin kontinuierlich für die Gleichstellung von Frauen und Männern einzusetzen.


Mit dem herausragenden biografischen Filmdrama „Paula“ wird die Geschichte der hochbegabten Künstlerin Paula Modersohn-Becker aus Worpswede zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt. Die Widerstände, gegen die die radikal moderne Künstlerin ankämpfen musste und die Konflikte, die es zu meistern galt, sind heute – ein Jahrhundert später – aktueller denn je und zeigen auf, wie hart der Kampf um die Gleichstellung seinerzeit war.

Der Film kann am Montag, 08. März zum Internationalen Frauentag einmalig kostenlos gestreamt werden. Hierbei ist die Uhrzeit für Jede individuell wählbar.

Zudem können interessierte Frauen am gleichen Tag in der Zeit von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr an einem Salongespräch via ZOOM teilnehmen. Bei dieser erstmalig veranstalteten virtuellen Diskussionsrunde stehen passend zum diesjährigen Thema die Bildenden Künstlerinnen im Fokus. Unter dem Titel „Auf den Spuren von Paula – wie geht es Künstlerinnen heute?“ möchte die Stader Kulturförderin und Moderatorin Jutta de Vries mit Hanna Kruse (Existenzgründungsprojekt für Künstlerinnen „Goldrausch”, Berlin), der Bildhauerin Barbara Lorenz Höfer (Buxtehude), der Konzeptkünstlerin Susan Donath (Dresden) und weiteren 20 Interessierten ins Gespräch kommen.

Für beide kostenlosen Veranstaltungen ist eine Anmeldung per E-Mail an anmeldungpaula@harsefeld.de erforderlich, mit einer Mitteilung, ob an beiden Veranstaltungen oder alternativ nur an einer Interesse besteht. Die Übersendung des Zugangscodes zum Film und/oder zum Salongespräch und die detaillierten Informationen zum weiteren Vorgehen erfolgen dann ebenfalls per E-Mail.

Weitere Informationen zum Angebot sowie andere interessante Themen sind unter der Homepage der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten unter

www.arbeitsgemeinschaft-gleichstellung.de abrufbar.

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