Weihnachtsansprache des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

als sich vor einem Jahr das Weihnachtsfest und die bevorstehende Jahreswende ankündigte, hat wahrscheinlich niemand von uns damit gerechnet, dass ein solch turbulentes Jahr 2020 auf uns zukommt. Das Jahr 2020 war und ist in jeglicher Hinsicht tief geprägt von der Corona-Pandemie. Diese Pandemie hat uns deutlich gemacht: Wir können so viel planen, wie wir wollen, am Ende kommt doch alles anders. Alle Pläne, die wir für das Jahr 2020 hatten, und die wir im Januar noch mit froher Erwartung vor uns glaubten, waren mit einem Schlag vom Tisch gefegt.

Dennoch ist es wichtig auch Vertrauen zu haben. Vertrauen in uns und in die Zukunft. Es sind schwierige Zeiten aber wir hoffen darauf, dass auch diese sich wieder ändern werden.Dieses Jahr hat auch gezeigt, dass wir zusammenhalten können.

Seit jetzt fast 12 Monaten ertragen wir erhebliche Einschnitte in unser tägliches Leben. Nichts ist mehr so wie es vorher war. Dennoch wird auch alles von der Hoffnung getragen, dass wir auch diese Situation irgendwann überstanden haben werden. Auch ich hege diese Zuversicht.

Zurzeit müssen wir uns damit abfinden, dass das Weihnachtsfest 2020 und der Jahreswechsel 2020/2021 vollkommen andere Feste sein werden, als wir es bisher gewohnt waren.

Die Einschnitte sind groß. Es kann mit Sicherheit nicht so gefeiert werden, wie wir es jahrzehntelang konnten. Sie alle haben viele Entbehrungen ertragen müssen. Der Eine mehr, der Andere etwas weniger. Vieles was für uns Normalität war und vieles was für uns selbstverständlich war, hat sich stark verändert. Nur in einem eingeschränkten Umfang ist unser soziales Leben noch funktionsfähig.

Es gibt kein Patentrezept wie man dieser Pandemie begegnet. Alles basiert letztlich auf Entscheidungen, die im Nachhinein betrachtet falsch oder richtig gewesen sein können. Die Einschränkungen die wir jetzt ertragen müssen, sind aber zwingend erforderlich. Eine gelockertere Situation im Vorfeld dieses Jahreswechsels hat gezeigt, dass es nicht gereicht hat. Wieder sind schwere Einschnitte in unser soziales Leben notwendig. Unsere Wirtschaft wird immer wieder schwer geprüft. Unsere Betriebe haben schon viel Opfer gebracht. Nach wie vor sind Arbeitsplätze akut gefährdet. Ich denke in diesem Zusammenhang an unsere Gastronomie und an all diejenigen die schon seit längerem mit starken Einschränkungen in ihrem wirtschaftlichen Leben rechnen müssen. All diesen muss Hilfe gewährt werden. Demzufolge sind die hohen Gelder, die als Hilfen angekündigt sind, der richtige Weg. Alles andere wäre unverantwortlich.

Aber wir dürfen auch die traurigen Schicksale nicht vergessen. Die Anzahl derer, die im Zusammenhang mit dieser Krankheit ihr Leben verloren haben, ist zu hoch. Deshalb sind wir alle gefordert. Nur zusammen können wir es schaffen, dass wir diesen dunklen Abschnitt hinter uns lassen. Und in diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal an Sie alle appellieren.

Es muss nicht immer alles ausgereizt werden, was zurzeit gerade erlaubt ist. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn wir alle in Ansehung dieser gemeinsamen Gefahr und Bedrohung wirklich in uns gehen und uns selbst fragen, ob alles erforderlich ist, was an Freiheiten zurzeit noch möglich ist. Bescheidenheit ist das Gebot der Stunde. Jede Einschränkung die Sie sich auch freiwillig und selbst auferlegen schützt die Anderen, schützt unsere älteren Mitbürger und ist ein Beitrag dazu, dieser Pandemie zu begegnen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen allen sehr herzlich für all das danken, was Sie im Laufe dieses Jahres auf sich genommen haben, ertragen haben und nach wie vor ertragen. Es hat sich gezeigt, dass unsere Gesellschaft eben doch in vielen Dingen zusammenstehen kann und dass die große Mehrheit gewillt ist, hier gemeinsam dieser Gefahr zu begegnen.

All die zurzeit geltenden Einschränkungen auszuhalten ist leider notwendig um diesem Corona-Virus Einhalt zu bieten. Wir alle kämpfen hier eben nicht nur mit einer Grippewelle wie uns der ein oder andere glaubhaft machen will. Es ist ernst! Sehr ernst!

Deshalb möchten wir, das Rathausteam und die Räte der Samtgemeinde Lühe sowie der Mitgliedsgemeinden Ihnen in der aktuellen Situation noch einmal ganz großen Dank aussprechen und Ihnen Mut machen.Wir werden auch diese schwere Zeit hinter uns bringen.

Zum Schluss darf aber auch die Hoffnung und die Freude nicht fehlen! Trotz aller Widrigkeiten möchte ich Ihnen ein gesegnetes und gesundes Weihnachtsfest wünschen. Alles wird dieses Jahr anders sein. Alles wird dieses Jahr kleiner sein. Alles wird dieses Jahr vielleicht etwas auf das Wesentliche reduziert sein. Jedoch freuen Sie sich auf dieses Fest. Machen Sie das Beste daraus. Es wird ganz sicher ein Weihnachtsfest sein, welches Ihnen ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird.

Das Gleiche gilt für den Jahreswechsel. Nachdenklichkeit und Beschaulichkeit werden auch hier im Vordergrund stehen. Auch hier werden wir vieles anders erleben als in den Jahren zuvor. Auch hier werden wir einen Jahreswechsel erleben, der uns für den Rest unseres Lebens in Erinnerung bleiben wird.

In der Hoffnung, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt und in der Hoffnung, dass wir diese bleierne Zeit hinter uns lassen werden, wünsche ich Ihnen auch ganz persönlich alles Gute und vor allem Gesundheit. Passen Sie auf sich auf. Schützen Sie sich und vor allem auch Andere. Und denken Sie daran, für Selbstdisziplin und Selbsteinschränkung muss nicht immer all das ausgereizt werden, was uns noch an Spielraum bleibt. Ein gesundes Mittelmaß. Für jeden das was er für sich selbst als richtig erachtet. Nochmals vielen Dank für alles was Sie dieses Jahr ertragen haben. Wir werden hoffentlich auf dem Weg der Besserung sein.

Zum Schluss ist nochmals all denjenigen zu danken, die auch in dieser schweren Zeit unser Gemeinwesen am Laufen halten. Der Krankenpflege, den Ärztinnen und Ärzten, den Schulen, den Kindergärten, dem Einzelhandel der uns mit lebensnotwendigen Dingen versorgt, den Mitarbeitern in der Verwaltung, der Müllabfuhr und vielen vielen mehr. Es soll niemand vergessen werden. All diesen Menschen nur ein großer Dank.

In diesem Sinne nochmals alles Gute für die Zukunft. Bleiben Sie gesund.

Gott schütze Sie.

Ihr Samtgemeindebürgermeister

Michael Gosch

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