Geflügelpest

Pressemitteilung Nummer 228 – 2020 vom 12. 11. 2020


Geflügelpest:

Landkreis Stade ordnet vorsorglich Stallpflicht an
Landkreis Stade. Damit sich Hausgeflügel bei Wildvögeln nicht mit der Geflügelpest („Vogelgrippe“) ansteckt, muss das gesamte im Landkreis Stade gehaltene Geflügel seit Donnerstag (12. November) im Stall untergebracht werden.

Das geht aus einer entsprechenden Anordnung von Landrat Michael Roesberg hervor.
Wörtlich heißt es: „Sämtliches im Landkreis Stade gehaltenes Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasanen, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) ist ab sofort ausschließlich in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung), zu halten.“

Die Allgemeinverfügung ist auf der

Internetseite www.landkreis-stade.de unter „Bekanntmachungen“ zu finden.
„Bei der Aufstallungspflicht handelt es sich – wie in 19 anderen niedersächsischen Landkreisen – um eine rein vorsorgliche Maßnahme.

Es ist im Landkreis Stade bis Donnerstag kein Fall von Geflügelpest nachgewiesen worden“, betonte Amtsveterinärin Dr. Sibylle Witthöft am Donnerstag. Allerdings sind zwei tote Wildgänse, Zugvögel aus dem hohen Norden, die in Drochtersen und Stade gefunden worden waren, zur Untersuchung an das zuständige Untersuchungslabor des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg eingeschickt worden.
Betroffen von der „Aufstallungspflicht“ sind im Landkreis Stade über 1.500 Geflügelhalter mit rund 1,9 Millionen Tieren.

Die Stallpflicht haben alle Geflügelhalter einzuhalten, ob sie nur ein Huhn im Garten laufen haben oder über Tausende Stück Federvieh verfügen.


Der Landkreis Stade ist ein Geflügelpest-Risikogebiet, weil die Region Durchzugsgebiet für Wildvögel aus ganz Europa ist. Im gesamten Kreisgebiet, nicht nur am Elbufer, halten sich zurzeit rund 150.000 rastende Wildgänse und -enten auf, die aus Sibirien und dem Baltikum über Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an die Unterelbe kommen.


Das Risiko, dass das Vogelgrippe-Virus eingeschleppt wird, ist deshalb als hoch einzustufen, zumal mehrere Infektionen von Wildvögeln mit einem hoch ansteckenden Vogelgrippe-Virus (Hochpathogenes aviäres Influenza -HPAI-Virus) in Schleswig-Holstein und aus dem Nachbarlandkreis Cuxhaven gemeldet worden waren.

Auch wenn eine Ansteckung des Menschen mit der zurzeit in Europa beobachteten Vogelgrippe als unwahrscheinlich gilt, sollten tote Vögel nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Verendete Singvögel, Greifvögel oder Tauben sollten eingegraben, tote Wasservögel und Greifvögel dem Veterinäramt gemeldet werden.


Auffällige Tierverluste sind dem Veterinäramt Stade unter der Telefonnummer 04141-12-3931 oder per E-Mail (veterinaeramt@landkreis-stade.de) zu melden.

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