Pressemitteilung Schweinepest-Gefahr

Pressemitteilung

Nummer 193 – 2020 vom 11. 9. 2020

Schweinepest-Gefahr: Tote

Wildschweine sofort melden

DER LANDRAT

Landkreis Stade. Angesichts des ersten Nachweises der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland in dieser Woche sollen auch Totfunde von Wildschweinen im Landkreis Stade vorsorglich sofort dem Kreis- Veterinäramt unter der Nummer 04141/ 12-3910 gemeldet werden. Eine Ansteckungsgefahr für Menschen besteht nicht.

„Was wir lange befürchtet haben, ist nunmehr Realität – der Nachweis der ASP im Brandenburger Spree-Neiße-Kreis macht auch uns Veterinären und den Schweinehaltern im Landkreis Stade große Sorgen“, so die Stader Amtstierärztin Dr. Sibylle Witthöft. Die ASP befällt Wild- und Hausschweine gleichermaßen, jedoch keine anderen Haustiere. Eine Ansteckungsgefahr für Menschen besteht nicht. Im Handel angebotenes Fleisch kann bedenkenlos verzehrt werden.

Witthöft: „Gleichwohl sind die Veterinärbehörden auch im Norden Niedersachsens in Alarmbereitschaft. Für Schweine haltende Betriebe wäre ein Übergreifen der Seuche auf die Ställe eine Katastrophe. Sicherheitsmaßnahmen und Früherkennung sind die einzigen Maßnahmen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.“

Eine Gefahr besteht nicht nur durch infizierte Wildschweine, die aus ASP-Gebieten einwandern. Auch achtlos weggeworfene Speisereste und anders illegal entsorgte Lebensmittel, die mit dem Virus kontaminiert sind, können die hoch ansteckende Schweinepest übertragen. Für alle Bürgerinnen und Bürger gilt: Das Wegwerfen von Lebensmitteln, insbesondere von

Wurstwaren, in die freie Natur ist verboten und stellt ein hohes seuchenhygienisches Risiko dar. An die Schweinehalter appelliert die Kreisveterinärin ebenfalls eindringlich: „Halten Sie strikt die Maßnahmen zur Biosicherheit ein!“. Das bedeute insbesondere: Betreten der Ställe nur in Schutzkleidung, gegebenenfalls Einzäunung des Betriebsgeländes, konsequente Bekämpfung von Ratten und Mäusen und kein Zutritt von fremden Personen in die Ställe. An die Jägerschaft ergeht die Bitte des Veterinäramtes, weiterhin von jedem erlegten Wildschwein mit der Trichinenprobe eine Blutprobe für einen ASP-Test abzugeben, wie in den vergangenen

Monaten bereits vorbildlich geschehen.

Um beim Nachweis eines Falles von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in unserer Region sofort reagieren zu können, arbeiten die Veterinärbehörden in den Landkreisen Stade, Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg und Verden seit langer Zeit eng zusammen.

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